Rezension zu „Die 100“ von Kass Morgan

Cover Die 100

Titel: Die 100

Autorin: Kass Morgan

Übersetzer: Michael Pfingstl

Genre: Dystopie

Seitenanzahl: 320

Verlag: Heyne fliegt

Preis: 12,99€ (Taschenbuch)

Inhaltsanagbe

Nach einem schrecklichen Atomkrieg ist die Erde unbewohnbar geworden. Deswegen befinden sich die Überlebenden jetzt auf einem Raumschiff in den Weiten des Alls. Nun werden aber 100 jugendliche Verbrecher auf den verlassenen Planeten geschickt, um herauszufinden, ob er wieder bewohnbar ist. Doch 100 Verbrecher, allein in einem fremden, verseuchten Gebiet, bereit alles zu geben nur um zu überleben? Kann das überhaupt gut gehen? Und auch auf dem Raumschiff scheint die Stimmung angespannt zu sein. Denn die Sicherheit dort trügt…

Unsere Meinung

Wir haben schon viel Positives über die Buchreihe und auch die Serie gehört. Außerdem sind wir Fans von Dystopien und der Klappentext klingt mal wirklich nach einer klassischen Dystopie… Genau wie erwartet zeigt uns die Autorin in dem Buch eine typische Version der negativen Zukunft. Dass die Erde nach einem Krieg unbewohnbar ist, ist nichts Neues. Aber die Auskundschaftung ein paar jugendlichen Verbrechern zu übertragen, ist auch für uns neu. Beim Lesen selbst fanden wir jedoch die Entwicklungen, die Verbindungen und das Handeln der Charaktere viel spannender, als etwas über unseren Heimatplaneten in ein paar Jahrhunderten zu erfahren. Denn das Setting war dann doch eher unspektakulär. Es waren wenig neue Ideen mit eingebracht und nichts Unerwartetes wurde entdeckt. Wir haben einfach erwartet, dass es in dem Buch sehr spannend wird, da die Jugendlichen auf der Erde etwas unglaubliches vorfinden. Viel mehr baut „Die 100“ jedoch auf den Charakteren auf. Denn diese sind alles andere als 0815-Charaktere ohne Tiefe: Die Autorin hat in dem Buch nämlich mehr als nur einen Protagonisten mit starker Persönlichkeit erschaffen. Jede Person ist einzigartig und viele davon muss man einfach schon nach den ersten Seiten ins Herz schließen. Vor allem Clarke hat uns mit ihrer starken Art dem Ungerechten die Stirn zu bieten und sich für ihre Freunde einzusetzen gefallen. Sie ist ein echtes Vorbild! Und was Bellamy für seine Schwester tut, ist einfach nur so süß. Dabei wurde es auch das ein oder andere Mal spannend. Denn wenn der Lieblingscharakter sich gerade streitet, oder etwas unüberlegt handelt, bangt man einfach, dass alles gut geht.
Der Schreibstil war während der gesamten Lektüre locker und flüssig. Allerdings hätten wir uns bei manchen Stellen detailreichere Schilderungen von den Ereignissen gewünscht. Dafür waren jedoch die Gefühle der einzelnen Charaktere sehr gut geschildert, sodass man sich richtig in sie hineinversetzen kann.

Fazit

 

Obwohl das Buch wirklich anders ist, als wir erwartet hätten, fanden wir es gut. Es ist keine Dystopie, bei der etwas Weltbewegendes entdeckt wird, das der ganzen Menschheit den Untergang bedeuten könnte. Auch ist das Setting nicht total anders, als erwartet. Nein, „Die 100“ baut auf den vielen starken, mit Liebe gestalteten Charakteren auf. Es macht richtig Spaß zu verfolgen, wie sie sich wieder versöhnen, endlich zusammenkommen oder eine super tolle Rettungsaktion durchziehen. Wenn sich allerdings gerade jemand streitet oder in Lebensgefahr begibt, muss man manchmal auch um seinen Lieblingscharakter Angst haben. Also wer gern Bücher mit tollen Protagonisten liest, kommt an „Die 100“ wohl kaum vorbei.

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