Rezension zu „Erebos“ und wie Ursula Poznanski dazu inspiriert wurde

 

Titel:  Erebos

Autor: Ursula Poznanski

Genre: Jugendthriller

Seitenanzahl: 488

Verlag: Loewe

Preis: 9,95€

Ursula Poznanski verrät, wie aus einem unveröffentlichten Manuskript und einem Anruf „Erebos“ wurde

Als ich im letzten Jahr die tolle Chance hatte die super sympathische Ursula Poznanski persönlich bei einer kleinen (ca. 120 Leute) Lesung von „Aquila“ zu treffen, hat sie auch so einiges über die Entstehung von „Erebos“ erzählt:

Während ihrer Zeit als Medizinjournalistin schrieb Ursula Poznanski an einem bis heute unveröffentlichten Manuskript. In dieser Geschichte gibt es auch Weltenwechsel. Als die Autorin schließlich beschloss ein neues Buch zu schreiben, wollte sie die Idee des Weltenwechsels einerseits noch nicht aufgeben, aber andererseits auch kein reines Fantasybuch schreiben. Die Lösung brachte schließlich ein Anruf.
Dieser Anruf kam von einem Freund, der gerade dabei war ein Computerspiel zu spielen. Er fragte Poznanski, ob sie sich nicht auch bei besagtem Spiel anmelden könne, denn dann winke ihm eine saftige Prämie. Die Autorin folgte der ungewöhnlichen Bitte ihres Freundes, doch von dem Spiel war sie nicht begeistert. Viel zu einfach war die Aufmachung und auch das Gefühl des Eintauchens in die virtuelle Welt wollte sich nicht so recht einstellen. Doch eine andere Tür tat sich auf: Denn durch ein Computerspiel könnte sie ihre Protagonisten in eine andere Welt eintreten lassen, ohne jedoch gleich einen Fantasyroman zu schreiben.

Inhaltsanagbe

An Nicks Schule in London wirken viele Schüler auf einmal ganz verändert: Sie kommen mit Augenringen in den Unterricht, haben Geheimnisse von denen niemand wissen darf und stecken sich auf dem Gang Päckchen zu. Bald schon wird Nick selbst Opfer dieses Verhaltens; und das alles nur wegen eines Computerspiels: Erebos. Niemand, der nicht selbst spielt, darf davon wissen, denn es ist kein normales Spiel. Man hat nur eine Chance und muss Aufgaben in der Realität erfüllen. Anfangs ist Nick hin und weg davon. Bis Erebos das unmögliche von ihm verlangt….

Unsere Meinung

Bei diesem Buch sollte man sich nicht von dem etwas trägen Anfang täuschen lassen. Denn hinter „Erebos“ steckt ein richtig spannender Jugendthriller, bei dem man bis zum Ende zittern muss, weil man endlich wissen will, wie es ausgeht. Ursula Poznanski beweist uns hier nämlich mal wieder ihr Talent dem Leser immer nur ein kleines Stück Wahrheit zu verraten, gerade so viel, dass man unbedingt weiterlesen will. Zum Schluss hin steigt die Spannungskurve dann noch einmal beträchtlich, bis man endlich Klarheit über die mysteriösen Umstände des Computerspiels Erebos hat. Und eines können wir hier versprechen: Mit diesem Ende hat niemand gerechnet. Was das Buch vor den finalen Seiten aber auch schon zu einem Page-Turner macht sind die Umstände, dass „Erebos“ sich  teilweise komplett in der ‚fiktiven‘ Welt des Computerspiels abspielt. Die Welt ist natürlich nicht ganz so fiktiv, wie die Länder in manchen Fantasyromanen, aber mindestens genauso interessant. Sie wirkt für die Charaktere fast wie eine reale Welt, in der man sich bewegen, kämpfen und sprechen kann, obwohl sie in dem Buch auch nur als Computerspiel existiert. Das schöne dabei ist, dass es mal kein Fantasybuch ist, aber eben trotzdem diese Weltenwechsel beinhaltet. Da hat Ursula Poznanski echt eine tolle Idee gehabt.
Was oder besser gesagt wer das Buch auch noch lesenswert macht, sind die Charaktere. Es gibt nämlich durchaus die ein oder andere außergewöhnliche Persönlichkeit. Und mindestens so gut wie die realen Personen sind die Computerspielfiguren in Zwergen-, Dunkelelfen- oder Barbarenform. Denn auch sie müssen in „Erebos“  Aufgaben meistern..

Fazit

Ein richtig toller Jugendthriller! Besonders der Weltenwechsel in einem Nichtfantasybuch zwischen der realen Welt und dem Computerspiel war für uns eine ganz neue Idee und echt interessant. Spannung ist bei dieser Autorin natürlich schon vorprogrammiert. Auch in „Erebos“ wird es nach dem eher ruhigen Anfang noch richtig aufregend. Die Charaktere sind schön und vor allem facettenreich gestaltet. Was will man mehr?

Mehr über den Besuch der Autorin in meiner Schule gibt es hier. Und wer wissen will, wie eine alte Hose zu „Aquila“ geführt hat und wie uns das Buch gefallen hat, sollte mal hier reinschauen.

LG, Libellus Duo Mitglied (13 Jahre)

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