Rezension zu „Götterfunke“ von Marah Woolf


Titel: Götterfunke – Liebe mich nicht
Autorin: Marah Woolf
Genre: Jugendbuch mit Fantasy-Elementen
Seitenanzahl: 429
Verlag: Dressler
Preis: 18,99 Euro

Inhaltsangabe

Jess hat Ferien und fährt mit ihrer besten Freundin Robyn in ein Luxus-Sommercamp. Dort trifft sie auf den gutaussehenden, charmanten Cayden, der jedoch ein geheimes Ziel verfolgt: Alle 30 Jahre bekommt er die Chance, seinen größten Wunsch zu erfüllen – wenn sich die Auserwählte nicht in ihn verliebt. Ausgerechnet Jess, die eigentlich nur einen entspannten Sommer verbringen wollte, verliebt sich jedoch Hals über Kopf in Cayden. Dabei ist ihr nicht klar, dass sie sich in einen göttlichen Machtkampf einmischt.

Unsere Meinung

Achtung, Spoiler voraus! Bitte nur weiterlesen, wenn du das Buch schon kennst. Für eine Spoiler-freie Meinung bitte das Fazit weiter unten lesen.

Das Buch ist ein absoluter Page-Turner, der von Beginn an mit einer fesselnden Handlung überzeugt. Doch schnell wird klar, dass die Handlung logisch nicht immer nachzuvollziehen ist: Cayden kann nur dann Sterblichkeit erlangen, wenn ihn die Auserwählte innerhalb von 60 Tagen abweist. Die Auserwählte ist ihm allerdings von Anfang an verfallen und schmachtet ihn ununterbrochen an. Zu allem Überflüss unternimmt Cayden rein gar nichts dagegen, obwohl er nichts mehr will, als endlich sterblich zu sein. Rein logisch ist sein Verhalten nicht recht nachzuvollziehen. Warum versucht Cayden nicht, die Auserwählte von sich zu stoßen? So ist dem Leser im Laufe des Buches stets ein Rätsel, wie der Götterknabe den Wettkampf gewinnen soll.
Zugegeben, das hat der Spannung keinen Abbruch getan – aber uns hat es während der Lektüre immer mehr verwirrt. Vergeblich haben wir auf einen Twist gewartet, der womöglich die Wettkampfregeln ändern würde, sodass Caydens Verhalten verständlicher wäre. Dieser Twist kam allerdings nicht. Insgesamt verschlechtert sich dadurch unsere Sicht auf das Buch.

Unser Fazit

Ein spannendes Buch, das leider logisch nicht schlüssig ist. Die Charaktere waren dennoch angenehm aufgebaut; durchgehend realistisch (bis auf die Götter natürlich) und auch Jess als Protagonistin hat uns insgesamt gut gefallen. An mancher Stelle hat sie uns vielleicht einmal zu oft mit ihrem pubertären Dickkopf und ihrer scheinheiligen und endlosen Unverständlichkeit für die eigene Gefühlswelt genervt. Wir empfehlen dieses Buch jedem, der ein spannendes Buch zum eben-mal-schnell-lesen sucht, bei dem man sich nicht zu viele Gedanken machen muss/sollte.

Besonders geeignet für Fans der griechischen Mythologie eingebettet in eine moderne Welt, wie beispielsweise in „Percy Jackson“ oder „Helden des Olymp“.

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