Rezension zu „Morgenland – Die Geschichte einer Liebe auf der Flucht“ von Luise Rist

Cover Morgenland

Titel: Morgenland – Eine Geschichte der Liebe auf der Flucht

Autor: Luise Rist

Genre: Jugendroman

Seitenanzahl: 288

Verlag: cbt (Verlagsgruppe Random House)

Preis: 8,99€

Inhaltsangabe

Das deutsche Mädchen Frida beschließt an die serbisch-ungarische Grenze zu reisen, um dort Flüchtlingen zu helfen. Inmitten einer Stadt voller Flüchtlinge und Chaos lernt sie den jungen Afghanen Ali kennen. Er hat nichts und niemanden, an dem er sich festhalten könnte, will aber keine Hilfe und versucht stark zu sein. Etwas an dieser Art bringt Fridas Herz dazu schneller zu schlagen. Schon bald befindet sie sich zusammen mit Ali auf der Flucht. Doch diese erweist sich schwieriger als gedacht. Aber ist ihre Liebe zu Ali stark genug, damit sie die Flucht meistern?

Unsere Meinung

Dieses Buch war unser erstes über Flüchtlinge oder eine Flucht. Wir sind dementsprechend gespannt in die Lektüre eingestiegen, da uns interessiert hat, wie die Autorin mit diesem schwierigen Thema umgeht. Vor allem die ungewöhnliche Erzählperspektive ist uns dabei aufgefallen. Alles Erlebte ist aus der Sicht eines deutschen Mädchens geschrieben, obwohl deutsche Mädchen normalerweise keine Flucht miterleben. Das war aber keineswegs negativ, sondern hat es für uns anschaulicher gemacht.  Wir konnten uns so besser in die Lage eines Menschen auf der Flucht hereinversetzen und haben gemerkt haben wie schwierig und belastend das alles ist. Auch die oftmals nicht ganz so guten Situationen bezüglich Arbeit, Gehalt, etc. in den ostdeutschen Ländern sowie generelle Unterschiede zwischen anderen Ländern und Deutschland werden angesprochen. Das bringt einen weiteren interessanten Aspekt in die Handlung mit ein. Was für uns währen der gesamten Handlung allerdings immer wieder etwas unrealistisch rübergekommen ist, war, dass die meisten Leute sehr nett erschienen sind. Die Protagonisten haben immer jemanden gefunden, der ihnen geholfen hat, und das oft sogar ohne eine Gegenleistung. Mit dieser übertriebenen Nettigkeit und auch ohne eine gewisse Hinterhältigkeit in irgendeinem Charakter hat die Autorin (so erschien es uns) Manches einfach schön geredet. Das könnte jedoch auch daran liegen, dass das Buch für Jugendliche gedacht ist. Diese können die Lektüre nämlich trotz des harten Themas ohne Probleme schon lesen. Lediglich einfache englische Formulierungen sollten sie verstehen können; denn es gibt teilweise ganze Textpassagen der wörtlichen Rede in denen Englisch gesprochen wird. Schwierigere Ausdrücke sind jedoch immer in Deutsch geschrieben.
Die Charaktere und vor allem die Protagonisten selber muss man einfach mögen, weil sie durch und durch sympathisch. Ihre Gefühle konnten wir meistens sehr gut nachvollziehen. Nur die Liebesgeschichte entwickelt sich vielleicht etwas sehr schnell und wirkt dadurch vielleicht unecht.

Fazit

Auch wenn der Einstieg in das Buch ein bisschen Hoppla-Hopp ist, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Es entwickelt sich nämlich noch zu einer richtig spannenden Lektüre. Für uns war es wirklich interessant beim Lesen mitzuerleben, wie eine solche Flucht und auch die Länder durch die man flüchtet aussehen (können). Die übertriebene Nettigkeit vieler Personen ist bei den sympathischen Protagonisten schon fast wieder vergessen. Also wer mal was anderes lesen will, sollte es vielleicht mit diesem Buch probieren.

Ein Kommentar zu „Rezension zu „Morgenland – Die Geschichte einer Liebe auf der Flucht“ von Luise Rist

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..