Rezension zu „Love Letters to the Dead“ von Ava Dellaira

Titel: Love Letters to the Dead

Autor: Ava Dellaira

Übersetzer: Katarina Ganslandt

Genre: Jugendroman

Seitenanzahl: 416

Verlag: cbt (Verlagsgruppe Random House)

Preis: 17,99€ (Hardcover)

Inhaltsangabe

Eigentlich war der Brief nur für den Englischunterricht gedacht. Doch Laurel macht es sich zur Gewohnheit Briefe an tote Sänger, Schauspieler und Dichter zu schreiben. Sie fühlt sich mit ihnen mehr verbunden als mit ihren Mitmenschen und erzählt ihnen von ihrem Leben. Dabei geht es vor allem um ihre tote Schwester May, die sie fast dauerhaft verfolgt. Doch ist Laurel stark genug über den Schatten ihrer Schwester zu springen und gleichzeitig noch die Bürde des Alltags zu meistern?

Unsere Meinung

Bei dem Buch ist uns in erster Linie der Titel aufgefallen: Kann man überhaupt Liebesbriefe an schon verstorbene Leute schreiben? Nachdem wir das Buch gelesen haben, sagen wir dazu ja und nein. Ja, weil sich das Geschriebene teilweise wirklich wie Liebesbriefe liest. Laurel, die Protagonistin, sagt den Toten darin, warum sie sich mit ihnen verbunden fühlt, was an ihren Liedern, Gedichten und Filmen sie begeistert. Anfangs war das ein bisschen schwierig für uns als Leser, weil viele der Toten schon vor Jahrzehnten gestorben sind. Dadurch haben wir diese und ihre Werke nicht wirklich gekannt. Im Laufe des Buches erfährt man aber immer mehr über sie und ihr Leben. Sogar ein paar Gedichte sind mit abgedruckt und wenn man sich dann vielleicht noch das ein oder andere Lied anhört erscheinen einem diese Menschen nicht mehr ganz so fremd. Es liest sich aber nicht ausschließlich wie Liebesbriefe, sondern vor allem auch wie Tagebucheinträge. Laurel erzählt einfach von ihrem Alltag und ihren Erinnerungen an die Vergangenheit. Sie schreibt viel über den tragischen Tod ihrer Schwester. Anfangs überschattet dieses Ereignis noch ihre Handlungen, ihr Auftreten und ihr Denken. Um jetzt nicht zu viel vorweg zu nehmen nur so viel: Sie wird sich während des Buches sehr stark entwickeln. Und nicht nur sie. Auch die anderen Charaktere verändern sich und lernen dazu. Die Charaktere selber sind für unseren Geschmack vielleicht ein bisschen zu extrem und teilweise unnatürlich, machen die Geschichte dadurch aber interessanter. An Beispielen der Personen im Buch behandelt die Autorin auch heikle Themen wie Drogen, Alkohol, Homosexualität, häusliche Gewalt und sexuelle Belästigung. Dabei gelingt es ihr fast immer diese nahtlos in die Handlung mit einzubauen und Statements zu setzen.

Fazit

Ein Buch, in dem die verzweifelte Protagonistin mit Hilfe von Briefen an Verstorbene versucht, sich selbst zu finden. Auf dem Weg dorthin muss sie sich immer wieder dem Tod ihrer Schwester und der damit verbundenen Geschichte (von der man lange nichts Genaues weiß) stellen. „Love Letters to the Dead“ macht Mut, zeigt wie wichtig Freunde sind und sagt vor allem eines: Sei du selbst. Eine lesenswerte Lektüre über die Geschichte und das Leben einer Jugendlichen.

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