Rezension zu „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher

Titel: Tote Mädchen lügen nicht

Autor: Jay Asher

Übersetzer: Knut Krüger

Genre: Thriller

Seitenanzahl: 283

Verlag: cbt (Verlagsgruppe Random House)

Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

Inhaltsanagbe

Als Clay Jensen eines Tages von der Schule nach Hause kommt, findet er ein an ihn adressiertes Päckchen mit Kassetten vor seiner Haustür. Er beschließt diese anzuhören und hört prompt Hannah Bakers Stimme. Doch Hannah Baker hat sich vor kurzer Zeit selber umgebracht. Schnell erfährt er, dass es in den Kassetten um den Grund für Hannahs Selbstmord, oder besser gesagt die 13 Gründe für Hannahs Selbstmord geht. Clay soll einer davon sein. Schon bald findet er sich inmitten der Gedanken und Gefühle von Hannah wieder.

Unsere Meinung

Ein Buch über den Selbstmord einer Jugendlichen? Kann das überhaupt gut sein? Wer am Anfang Bedenken wie diese hat, sollte dem Buch erstmal eine Chance geben. Es ist nämlich keineswegs so deprimierend, wie man möglicherweise denkt. Vielleicht liegt es an der Protagonistin Hannah, die keineswegs wie eine Heldin ist. Sie ist eher das Gegenteil: ein normales, aber eher labiles Mädchen, das überhaupt nicht gerne über ihre Gefühle redet und sich irgendwann einfach alleingelassen fühlt. Jetzt könnte einem genau dieser Aspekt von Hannahs Normalität natürlich Angst machen, dass einem so etwas selber auch passiert. Das macht es aber nicht (zumindest uns nicht). So wahrscheinlich, dass einem alle diese Sachen passieren, man keinen einzigen „Vertrauten“ hat, mit dem man darüber sprechen könnte, und dass man sich weigert zum Beispiel zum Psychiater zu gehen ist es nämlich auch wieder nicht. Natürlich könnte es schon irgendwie passieren, denn sonst hätte das Buch ja keinen Sinn. In den einzelnen Punkten kann auch jeder etwas finden, was er selbst schon erlebt hat, und wenn es nur die Verbreitung von Gerüchten ist. Das hat uns die Lektüre auf jeden Fall näher gebracht und tiefgehender gemacht. Außerdem sind Hannahs Lage und vor allem die Gefühle dazu wunderbar geschildert. Auch ist über das ganze Buch hinweg deutlich eine Veränderung von Hannah zu merken. Man merkt, wie sie sich immer schlechter fühlt, sich ihre Redensweise verändert und wie sie irgendwann einfach nicht mehr leben will. Jay Asher hat mit seinem wunderbaren Schreibstil außerdem dazu beigetragen, dass alles was die Protagonistin erzählt wie gesprochen wirkt und es trotzdem sehr detailliert und gegliedert ist. Clays Gedanken, die zwischendrin immer wieder geschildert werden, bringen noch mal eine andere Sichtweise in das Buch mit ein. Das hat es uns beim Lesen einfacher gemacht in das Buch einzutauchen.

Fazit

Ein spannendes, sehr tiefgehendes Buch über das schlimme Schicksal eines Mädchens und das Verhalten mancher alles andere als netten Menschen oder auch einfach nur welcher, die unbewusst andere verletzt haben. Wer nicht sehr anfällig ist, wenn es um Selbstmord geht und eine gute Lektüre zum Lesen und Nachdenken haben will, sollte das Buch unbedingt lesen.

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