Rezension zu „Der verbotene Liebesbrief“

Titel: Der verbotene Liebesbrief

Autor: Lucinda Riley

Übersetzer: Ursula Wulfekamp

Genre: Roman (unserer Meinung nach: Thriller)

Seitenanzahl: 704

Verlag: Goldmann

Preis: 10,99€

Inhaltsanagbe

Dass der berühmte Schauspieler Sir James Harrison gestorben ist, ist für Joanna Haslam zunächst nur ein lästiger Job: Trotz einer Grippe schickt ihr Chef sie zur Berichterstattung auf die Beerdigung. Dass sie dort eine geheimnisvolle alte Dame kennengelernt, die kurz darauf unter widrigen Umständen stirbt und ausgerechnet Joanna einen mysteriösen Brief hinterlässt, hätte Joanna sich wohl nicht träumen lassen. Mit ihren hartnäckigen Nachforschungen bringt die ehrgeizige Journalistin die oberste Führungsriege der britischen Regierung in Bedrängnis und bald schon ist nicht nur Joanna in Gefahr, sondern auch die Menschen, die ihr lieb sind – unter anderem auch Marcus Harrison, der Enkel des Verstorbenen. Wem kann Joanna noch trauen und was hat es mit dem Brief auf sich?

Unsere Meinung

Es gibt viele Bücher, die als „Thriller“ bezeichnet werden und uns während der Lektüre mehr als nur einmal träge gähnen lassen. Hier ist das Gegenteil der Fall: „Der verbotene Liebesbrief“ ist wahrlich kein Roman, sondern ein packender Thriller, der uns bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat. Da es unser erstes Buch der berühmt-berüchtigten Lucinda Riley war, dürfen wir als erstes eine Lobeshymne auf ihren Schreibstil singen: Mit viel Liebe fürs Detail und doch ohne überflüssige, beschönigende Worte schreibt die Autorin aus der Sicht der Protagonisten und so hingen wir Seite um Seite an Rileys Lippen. Während das Cover eine nette Frauengeschichte vermuten lässt, wird schon auf den ersten 100 Seiten dieses dicken Wälzers klar, dass wir es mit Page-Turner-Material zu tun haben. Schnell wird Joanna in ein Gestrick aus Lügen und längst verstaubten Geheimnissen verwickelt, das es zu lösen gilt. Die Auflösung um den verbotenen Liebesbrief erfolgt dabei tatsächlich erst ganz zum Schluss und ist so clever und durchdacht, dass man stets aufmerksam lesen muss, um des Rätsels Lösung am Ende verstehen zu können – genau so muss ein Thriller sein.

Achtung, Spoiler voraus! Bitte nur weiterlesen, wenn du das Buch schon kennst. Für eine Spoiler-freie Meinung bitte das Fazit weiter unten lesen.

Doch der Leser bekommt nicht nur ein Rätsel, sondern auch eine Liebesgeschichte serviert. Denn Joanna kann sich der ungeheuren Attraktivität des Marcus Harrison nicht erwehren und erliegt bald schon seinem Charme. Tatsächlich empfanden wir Marcus mit seiner aufdringlichen Art und wie er Joanna gleich bei ihrer ersten Begegnung die Hand aufs Knie legt und sie unangebracht anflirtet ebenso unangenehm wie die Tatsache, dass die sonst so aufmüpfige Joanna dies einfach geschehen lässt. Das passt so gar nicht zu ihrer Persönlichkeit, ebenso wie Marcus‘ 180-Grad-Wende nach nur wenigen Tagen mit Joanna. So rührend sich dieser Handlungsverlauf auch zunächst liest, haben wir es doch als recht unglaubwürdig wahrgenommen.

Umso mehr haben wir gestaunt, als Lucinday Riley gegen Ende tatsächlich Nägel mit Köpfen machte und Marcus eiskalt sterben ließ. Während der ersten paar Seiten danach rechneten wir noch mit der Auflösung eines Bluffs, mit einem „Überraschung!“-ausrufenden Marcus, der gesund und munter um die Ecke spaziert – dass dieses Ereignis wirklich bis zur mehr oder weniger letzten Seite auf sich hat warten lassen, rechnen wir der Autorin hoch an. Ein ruhiges Ende, das den großen Knall und die nervenaufreibende Auflösung um das Liebesbrief-Rätsel hervorragend abrundet, finden wir.

Fazit

Obwohl wir den Handlungsverlauf und einige Eigenschaften der Protagonisten stellenweise unglaubwürdig fanden, war „Der verbotene Liebesbrief“ rückblickend doch ein richtiges Lesehighlight. Die Geschichte hält den Leser von Anfang bis Ende in Atem, wir fieberten der Auflösung des verworrenen Plots entgegen und konnten die letzten 150 Seiten nur in einem Aufwasch lesen – es war uns nicht möglich, das Buch aus nur eine Sekunde aus den Händen zu legen!

Trotz des ktischigen Covers eindeutig empfehlenswert für Thriller-Fans – ein bisschen Blutvergießen ist auch hier mit drin, versprochen.

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