Rezension zu „Die Patin“

Titel: Die Patin

Autor: Kerstin Gier

Genre: Roman

Seitenanzahl: 384 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe

Preis: 9,90 €

Inhaltsanagbe

Constanze ist wie der berühmt berüchtigte Pate aus gleichnamigem Film: autoritär, ein klares Alpha-Tier und allwissend. Bloß das nötige Kleingeld fehlt, aber für ein bisschen Glanz und Glamour in ihrem Leben sorgt ja jetzt Anton a.k.a. der Jaguarmann und bestaussehendster Anwalt der Stadt. Doch nur weil Constanze verliebt ist, machen ihre beiden Kinder nicht weniger Stress und auch ihre Freundinnen spannen die alleinerziehende Mutter ordentlich ein. Eine Krise jagt die nächste und Constanze versucht, nicht im Chaos zu versinken.

Unsere Meinung

Die Patin schließt nahtlos an seinen Vorgänger (unsere Rezension zum ersten Teil lest ihr hier) an und steht diesem in Sachen Komik und laute Lacher in nichts nach. Lediglich an Unberechenbarkeit musste der zweite Teil etwas einbüßen, weil einige Dinge nun doch sehr vorhersehbar waren. So ist doch wohl jedem klar, dass Trudys neuer Lover der Ehemann einer der Super-Mamis ist – dass die Autorin daraus so lange ein „Geheimnis“ macht, wirkt einfach unecht, zumal der Leser parallel die Einträge ins Mütter-Forum liest und dort vom plötzlichen Verschwinden besagten Ehemanns erfährt. Da ist es ein Leichtes, eins und eins zusammen zu zählen. Gleiches gilt auch für die Szene gegen Ende, als Conny denkt, Anton hätte sich verlobt – come on, Kerstin Gier! Das kaufen wir dir nicht ab, und dass die sonst so clevere und handfeste Protagonistin das auch nur eine Sekunde lang glaubt, passt nicht zu ihr.
Glücklicherweise ist das Buch aber ebenso wie der erste Teil herrlich witzig geschrieben und den Inhalt nehmen wir ohnehin nicht all zu ernst. Mit Ausnahme von Mimis erneuter Fehlgeburt, der die Autorin angemessen und ausreichend ernsthaft Raum gibt. Die trübe Stimmung wird bald schon gekonnt in den Hintergrund gerückt, denn Conny hat ja noch genug andere Freundinnen und Feindinnen, die reichlich Gelegenheit für humorvollen Gesprächsstoff bieten – keine Sorge also, für potenziell peinliche Situationen in der Bahn (siehe Rezension zum ersten Teil…) ist auch mit diesem Buch gesorgt!

Fazit

Kerstin Gier schließt mit Die Patin an den ersten Teil an und sorgt auch diesmal für laute(r) Lacher während der Lektüre. Ein paar doch sehr vorhersehbare Handlungsstränge haben uns hin und wieder einmal die Augen verdrehen lassen, aber wenn man das Buch nicht all zu ernst nimmt, kann man darüber hinwegsehen und den Roman dennoch genießen. Empfehlenswert für alle, die einfach und gedankenlos lesen und in Windeseile durch ein erfrischendes Buch rauschen wollen.

Ein Kommentar zu „Rezension zu „Die Patin“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..