Rezension zu „Die Mütter-Mafia“

Titel: Die Mütter-Mafia

Autor: Kerstin Gier

Genre: Roman

Seitenanzahl: 383

Verlag: Bastei Lübbe

Preis: 9,90€

Inhaltsanagbe

Die Mütter-Mafia ist eine halbwegs geheime Vereinigung von vier ganz vernünftigen, chaotischen, liebevollen Frauen und Müttern, die mit ihrer Organisation die Gegenbewegung zu einer Gruppe von High-Society-Müttern widersetzen wollen. Denn dieser piekfeine Mutti-Club ist von der Sorte Helikopter-Mamis, die ihre Kinder mindestens quadrilingual erziehen und überhaupt ganz perfekt sind. So kommt es zu peinlichen Begegnungen, schlagfertigen Auseinandersetzungen und so manch lustiger Konversation zwischen den beiden Gruppen.

Unsere Meinung

Ja, ihr lest richtig: Kerstin Gier, Autorin der Edelstein-Trilogie, Schöpferin des Buchs der Träume, hat einen Roman über Mamis und ihre Sprösslinge geschrieben. Wer bereit ist, eine ganz andere Seite der Schriftstellerin zu entdecken, sollte diesen Schritt am besten mithilfe dieses wunderbar selbstironischen, zum Brüllen komischen und doch so feinfühligen Romans wagen. Bei der Lektüre mussten wir so manches Mal in der Bahn laut auflachen (gefolgt von befremdlichen Blicken der Mitreisenden), weil der Schreibstil durchgehend witzig, frisch und manchmal herrlich böse ist. All zu ernst darf man die Mütter-Mafia natürlich nicht nehmen, denn am Ende ist es lediglich eine überzogene Parodie des Vorstadt-Klischees einer jeden Familie. Aber wenn man den Ernst einmal beiseite lässt, dauert es keine zwei Seiten, bis man sich auf dieses Buch eingelassen hat. In Windeseile haben wir den ersten Teil (und auch den zweiten Teil, dessen Rezension ihr hier lest) verschlungen und den ein oder anderen Lacher in der Öffentlichkeit peinlich berührt unterdrücken müssen. Gleichzeitig fehlt es auch nicht an Tiefgang an den richtigen Stellen: Kerstin Gier beweist Taktgefühl, indem sie das richtige Maß an Ernsthaftigkeit findet, um es sogleich mit einer Prise Humor aufzuwerten – ein gutes Maß für einen Unterhaltungsroman, der diese Bezeichnung definitiv verdient hat.

Fazit

Eine leichte Lektüre, die kein Auge trocken lässt – denn Lachtränen sind vorprogrammiert, wenn man das Buch nicht zu ernst nimmt und sich von Kerstin Gier und ihrem herrlisch ironischen Ton einfach unterhalten lässt. Klare Empfehlung an alle, die sich einmal gepflegt amüsieren wollen, ohne nachzudenken!

Ein Kommentar zu „Rezension zu „Die Mütter-Mafia“

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