Rezension zu „Der schwarze Thron – Die Schwestern“

Titel: Der Schwarze Thron 1 – Die Schwestern

Autorin: Kendare Blake

Übersetzerin: Charlotte Lungstrass-Kapfer

Genre: Fantasy/Young Adult

Seitenanzahl: 448

Verlag: Penhaligon (Random House)

Preis: 14,99€

Inhaltsanagbe

Arsinoe, Katharine und Mirabella sind Drillinge, die nach ihrem sechsten Geburtstag getrennt wurden und nun an unterschiedlichen Orten zu jungen Königinnen herangewachsen sind. Den Thron von Fennbirn darf am Ende jedoch nur eine besteigen – dafür muss sie ihre Schwestern töten. Dafür wurde jede von ihnen mit einer besonderen magischen Gabe gesegnet, die ihr letztlich zum Sieg über ihre Schwestern verhelfen soll. Mit ihrem 16. Lebensjahr beginnt der Kampf um Leben um Tod, der sich plötzlich so ganz anders gestaltet, als von den mächtigen Adeligen geplant…

Unsere Meinung

Ein Hoch auf diesen spannenden, magischen und düsteren Auftakt einer großartigen Trilogie! Obwohl wir durchaus unsere Probleme mit diesem Fantasy-Schmöker hatten, können wir das Buch (und auch seinen Nachfolger) absolut empfehlen. In der mittelalterlich anmutenden Welt von Fennbirn erleben wir abwechselnd aus der Perspektive von Arsinoe, Mirabella und Katharine, wie sich die jungen Königinnen gemeinsam mit ihrer Entourage auf den blutigen Kampf vorbereiten, der ihnen bevorsteht. Es gibt gewisse Rituale und Festlichkeiten, die es zu Ehren der Königinnen zu bestreiten gilt – dort müssen die drei auch ihre magischen Fähigkeiten zur Schau stellen. Kendare Blake beeindruckt mit einer unfassbar detailreichen, vielseitigen und einzigartigen Welt, die düster und unheilvoll, aber gleichzeitig mit vielen liebevollen Einzelheiten versehen ist. So hat beispielsweise jede der drei Königinnen enge Freundschaften geschlossen, in die der Leser Einblick nehmen darf. Hier ist jedoch bereits ein erster kleiner Kritikpunkt anzumerken: Es sind gerade die Freundschaften von Mirabella, Arsinoe und Katharine, die jeder ihrer Geschichten Individualität verleihen. Deshalb hätte dieser Aspekt bei Mirabella noch ausgearbeitet werden sollen, allen voran ihre Freundschaft zu Elizabeth kommt unserer Meinung nach viel zu kurz. Nach der Opfergabe lernen sie sich kennen, und schon ein Kapitel später schreibt die Autorin so, als sei Elizabeth schon immer Teil der Geschichte gewesen. Während das einerseits ein Ausdruck tiefer Verbundenheit zwischen Elizabeth und Mirabella ist, hätten wir uns dennoch ein wenig mehr Einblick in den Verlauf dieser Freundschaft gewünscht.
Weiterhin blieb eine Frage offen, die sich dem Leser so offensichtlich nach kurzer Zeit aufdrängt: Warum flieht Jules nicht mit Arsinoe, wo sie beide doch so verzweifelt nach einer Möglichkeit suchen, dem Kampf zu entkommen? Ausführlicher wird diese Problematik im zweiten Teil behandelt. Aber die Autorin hätte darauf auch im ersten Teil näher eingehen sollen, denn diese Frage scheint unausweichlich und lässt den Leser unbefriedigt zurück.
Andererseits ist das Buch so schnelllebig und spannend, dass gar nicht viel Zeit bleibt, sich den Kopf zu zerbrechen. Wir haben mitgefiebert, ob die Königinnen einander töten, wie sich ihre Fähigkeiten entwickeln und haben unsere Wetten auf die verschiedensten Liebespartner gesetzt – denn natürlich darf auch eine kleine Prise davon nicht fehlen, wenngleich Liebe eine sehr untergeordnete Rolle spielt und zudem nicht übermäßig romantisch oder klischeehaft dargestellt wird.
Zu guter Letzt noch eine letzte Eigenart, die uns etwas sauer aufgestoßen ist: Jules wird durchgehend als starke, unabhänige Frau porträtiert, die Arsinoe ein Fels in der Brandung ist. Umso unglaubwürdiger erschien es da, dass sie Joseph nach seiner Untreue so schnell schon wieder verfällt – das veranlasst wirklich zum Kopf schütteln.

Fazit

Trotz all der kleinen Probleme, die wir mit der Handlung und den Charakteren teilweise hatten, müssen wir sagen: Diese Lektüre lohnt sich! In Sachen Spannung, Einzigartigkeit und magischer Vielfalt steht er Fantasy-Klassikern wie Throne of Glass oder Red Queen in nichts nach. Die Idee rund um die düstere Rivalität der drei Schwestern und ihrer individuellen Fähigkeiten ist wirklich großartig. Empfehlenswert somit für alle Fans von spannender Literatur, die die Fantasie anregt und von Wut über Trauer und Freude alle Emotionen in uns weckt.

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