Rezension zu „Unsere verlorenen Herzen“

Titel: Unsere verlorenen Herzen

Autorin: Krystal Sutherland

Übersetzerin: Petra Koob-Pawis

Genre: Jugendroman

Seitenanzahl: 384

Verlag: cbt (Random House)

Preis: 14,99€

Inhaltsanagbe

Die Teenager Henry Page und Grace Town sind wirklich kein Traumpaar. Sie ist eher barsch und ungepflegt, er hingegen sehr ambitioniert und freundlich. Und doch entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft, die – wie kann es anders sein – zu einer Liebe wird. Doch so richtig offiziell wird es nie zwischen den beiden, denn Grace Town kämpft immer noch mit ihrer Vergangenheit. Zu groß scheint die Bürde, die sie tragen muss, zu unüberwindbar die Trauer, die sie täglich auf den Friedhof führt. Kann Henry gegen die Dunkelheit in Grace‘ Leben ankämpfen?

Unsere Meinung

Bevor wir irgendetwas zu unserer Meinung sagen, wollen wir zunächst betonen: Hierbei handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Liebesroman – auch wenn die Inhaltsangabe vielleicht den Anschein erweckt. Und auch die ersten Seiten muten doch sehr klischeehaft an: Netter Junge trifft burschikoses Mädchen und wider der Natur verlieben sie sich unsterblich ineinander, Happy End garantiert. Doch so einfach macht es uns Krystal Sutherland nicht. Denn Grace Town hat tatsächlich eine schwierige Vergangenheit, die ihr verständlicherweise noch immer im Wege steht. Sutherland erschafft jedoch keine 0815-Charaktere, die dramatisch und in jugendlichem Leichtsinn diese Hürde problemlos überwinden. Tatsächlich haben wir die beiden Protagonisten als sehr realistisch empfunden und auch das Ende unterscheidet sich deutlich von dem, was man vielleicht erwarten würde – an der Stelle hat die Autorin Mut bewiesen und damit bei uns gepunktet.
Besonders ist an diesem Buch außerdem der Schreibstil, der sehr jugendlich ist, aber nicht aufgesetzt wirkt. Sutherland schreibt aus der Sicht Henrys: Während wir anfangs noch dachten, mit diesem beinahe schon kindischen Schreibstil könnten wir uns nicht anfreunden, haben wir bald schon über Henrys Denkweise geschmunzelt und an einigen Stellen sogar laut lachen müssen. Für Ausgleich sorgte Grace, die sehr nachdenklich ist und Henrys Humor mit tiefgründigen Metaphern entlastet. So mancher Page-Marker klebt nun an schönen Lebensweisheiten von Grace Town.

Fazit

Von dem kitschigen Cover sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn hinter „Unsere verlorenen Herzen“ steckt keineswegs ein gewöhnlicher Liebesroman, der eine klischeehafte Romanze bereithält (viel schöner und vor allem passender ist das Original-Cover, schaut mal hier). Stattdessen ist der Roman ein unterhaltsames, realistisches Lese-Vergnügen für Jugendliche, die gern auch einmal etwas weniger schnulzig und lieber humorvoll lesen. Empfehlenswert aber wirklich nur für Jugendliche oder solche, die gern in dem Genre lesen – es wimmelt nur so vor lauter High-School-Sachen, die so mancher Erwachsener womöglich gelangweilt überfliegen würde. Insgesamt ein netter Roman, der sich schnell liest!

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