Rezension zu „Die Erbin“

Titel:
Die Erbin

Autor:
Simona Ahrnstedt

Übersetzer:
Antje Rieck-Blankenburg

Genre:
New Adult

Seitenanzahl:
608

Verlag:
LYX

Preis:
14,99€

Inhaltsanagbe

Natalia de la Grip ist nicht nur Teil der schwerreichen und prestigeträchtigen Familiendynastie der de la Grips, sondern zudem sehr erfolgreich in ihrem Beruf als Unternehmensberaterin – nicht zuletzt, weil sie ein Workaholic ist, wie er im Buche steht. Dass sie sich gestattet, sich in David Hammar zu verliebn, ist ebenso ungewöhnlich wie er unwiderstehlich ist. Dass die beiden berufliche Erzfeinde sind, scheint während ihrer heimlichen Treffen keine Rolle zu spielen. Erst als eine finanzielle Katastrophe über ihre Familie hereinbricht, sieht Natalia die wahren Ambitionen Hammars. Doch hinter seinem Motiv steckt noch viel mehr als ein gelungener Coup gegenüber dem Unternehmen der de la Grips…

Unsere Meinung

Achtung, Spoiler voraus! Bitte nur weiterlesen, wenn du das Buch schon kennst. Für eine spoilerfreie Zusammenfassung unserer Meinung bitte das Fazit weiter unten lesen.

Simona Ahrnstedt und ihrer Übersetzerin ist ein spannender Liebesroman gelungen, der sich in vielerlei Hinsicht von seinen New-Adult-Konkurrenten unterscheidet: Zum einen bekommt der Leser ernsthafte Einblicke in den Finanzsektor Schwedens, über den die Autorin nach eigenen Angaben immense Recherche betrieben hat (dass Ahrnstedt als Autorin historischer Romane ein Ass im Recherchieren ist, ist deutlich spürbar). Zum anderen werden in „Die Erbin“ Themen wie Feminismus, sexuelle Misshandlung und die Frage von Schuld und Vergebung sowie das Recht auf Leben aufgegriffen, ohne dass diese jedoch zugrunde analysiert oder klischeehaft beschrieben werden. Vielmehr gelingt es der Autorin, diese Themen wie beiläufig in den Plot einzufädeln und den Leser ernsthaft zum Nachdenken anzuregen. Lediglich die Feminismus-Keule wurde etwas zu offensichtlich geschwungen; an manchen Stellen mussten wir wirklich die Augen verdrehen, weil uns der „Frauen an die Macht!“-Ruf förmlich aufgezwängt wurde. Als Ausgleich zu all der Ernsthaftigkeit gibt es selbstverständlich eine Liebesgeschichte, die als Mix aus Liebe, Geheimnissen und einer guten Prise Drama funktioniert, wie jede andere gute Liebesgeschichte auch: Sie fesselt den Leser an die Seiten und löst sich in guter Manier erst ganz am Ende auf. Ob es für Natalia und David ein Happy End gibt, empfehlen wir selbst herauszufinden.

Fazit

Wer eine kitschfreie, facettenreiche Liebesgeschichte sucht, in der aber nicht ununterbrochen nur geschmachtet wird, wird an „Die Erbin“ seine Freude haben. Der Roman besticht durch starke Protagonistinnen und einen Einblick in die Finanzwelt Schwedens mit vielen Intrigen und Dramen, jedoch ohne übertrieben oder unrealistisch zu wirken. Auch sprachlich hebt sich Simona Ahrnstedt von anderen Autoren dieses Genres ab: Hier herrscht ein deutlich höheres Niveau, was dem Roman Stil und einen sehr angenehmen Lesefluss verleiht. Dass das Buch an einigen wenigen Stellen übertrieben feministisch ist, konnte unsere ansonsten sehr positive Sicht auf den Roman kaum trüben.

Empfehlenswert ist dieses Buch beispielsweise für Fans von Mona Kasten und ihrer „Again“-Reihe oder auch für Liebhaber von Colleen Hoover.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..