Rezension zu „Illuminae“

Titel: Illuminae

Autor:
Amy Kaufman, Jay Kristoff

Übersetzer:
Katharina Orgaß, Gerald Jung

Genre:
Jugendthriller (Science-Fiction)

Seitenanzahl:
608

Verlag:
dtv

Preis:
19,95€

Inhaltsanagbe

Illuminae ist ein Science-Fiction-Thriller für Jung und Alt – mitbringen muss man lediglich den Willen, das futuristische Setting zu akzeptieren. Denn Kady, die junge Protagonistin, lebt auf einem Planeten, der eines Tages angegriffen wird. Viele Menschen sterben bei dem Angriff, während es Kady gelingt, auf eines der zur Rettung eilenden Raumschiffe zu flüchten. Ihren Freund Ezra hat sie dabei aus den Augen verloren, doch es bleibt keine Zeit zur Sorge. Denn die unterschiedlichen Raumschiffe der Flüchtenden werden von dem angreifenden Raumschiff verfolgt. Zu allem Überfluss wütet ein grausames Virus auf dem Raumschiff. Ob und wie Kady sich retten kann, wer hinter dem Angriff steckt und welche Rolle eine künstliche Intelligenz dabei spielt, findet ihr am besten selbst heraus.
Erzählt wird die Geschichte nicht in gewöhnlicher Weise, sondern in Form einer Mischung aus Chats, Videoprotokollen, ärztlichen Berichten und anderen Dokumenten. Tipp: Werft auf der Seite des dtv Verlags einmal einen Blick in die Leseprobe.

Unsere Meinung

Zugegeben, anfangs hatten wir bezüglich der besonderen Erzählform unsere Bedenken: Bieten Chatprotokolle, Berichte, Transkriptionen etc. wirklich genügend Raum, die Charaktere ebenso gut kennenzulernen wie die klassische Erzählweise? Können wir wirklich in die Geschichte eintauchen, wenn wir den Protagonisten nicht bei ihren Gedanken und Gefühlen folgen können? Falls ihr ähnliche Bedenken habt, können wir jedenfalls schon einmal Entwarnung geben: Ja, kann man!
Wenn überhaupt, dann lässt die Erzählform das Gelesene nur umso lebendiger erscheinen. Es fühlt sich beinahe so an, als würde man das Geschehen selbst miterleben, als würde man mit Kady und Ezra die künstliche Intelligenz AIDAN erforschen und dem feindlichen Raumschiff entfliehen. Die Charaktere sind trotz des futuristischen Settings sehr realitätsnah, vermutlich nicht zuletzt aufgrund der Chatprotokolle. Was uns zudem gefallen hat, war die beinahe schon nüchterne Liebesgeschichte zwischen Ezra und Kady: Hier haben wir es keineswegs mit einer klischeehaften, überromantisierten unsterblichen Liebe zu tun, sondern mit einer aufmüpfigen, sturen, technikaffinen Jugendlichen und einem sympathischen, freundlichen Typen, deren Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht und auch nicht seitenlang beleuchtet wird. Diese unaufgeregte Liebe ist inmitten all der Young Adult Romane mit ihren unrealistischen Romanzen erfrischend ehrlich.

Fazit

Insgesamt ist das Buch unserer Meinung nach unvergleichlich – nicht allein durch die Erzählweise, sondern auch durch die gelungene Integration eines sehr Science-Fiction-lastigen Settings in einen Jugendthriller. Ein wenig offen muss man schon sein für das Genre, aber die restliche Begeisterung kommt wie von selbst. Amy Kaufman und Jay Kristoff überzeugen mit einem hochspannenden und interessanten Roman, der viele Überraschungen bereithält. Es war vielleicht unser erstes, aber sicher nicht unser letztes Buch mit Science-Fiction-Elementen.

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